Was bedeutet die Energie-Knappheit für Immobilien-Verwaltungen?

Zugegeben, langsam hätten wir das Bedürfnis, wieder auf ruhigere Zeiten zuzusteuern. Aber wie es scheint, müssen wir uns darauf einstellen, dass weitere uns bisher nicht bekannte Situationen auf uns zukommen. Bei Corona waren wir überrascht, wie uns diese Sache in so kurzer Zeit so massiv eingeschränkt hat.












Auswirkungen des Krieges

Und nun sind wir mittendrin in den Auswirkungen eines Krieges, den wir in dieser Form auch nicht erwartet haben und schon gar nicht mit solchen Konsequenzen für unser tägliches Leben. Doch die Folgen sind auch bei uns mit teils markanten Preiserhöhungen zu spüren. Derzeit werden wir von der Politik und den Medien auf mögliche weitere Engpässe vorbereitet: aufgrund von Transportproblemen im internationalen Markt oder verschiedener Güter, welche in den derzeit in Kriegsgeschehen verwickelten Ländern normalerweise produziert wurden, gibt es eine ganze Reihe von Produkten, welche nun knapp werden. Dazu gehören insbesondere Baustoffe und Energie. Was kann dies für Auswirkungen auf die Immobilienbranche haben? Zum einen stellen wir fest, dass Materialien für die Ausführung von Reparaturen oder Sanierungen teuer geworden sind oder gewisse Ersatzteile gar nicht mehr erhältlich sind. Waren wir uns gewohnt, dass eine Reparatur eines Kühlschranks innert ein paar Tagen abgeschlossen ist, erleben wir bereits jetzt, dass es heisst, dass die Ersatzteile nicht mehr erhältlich sind oder es ungewiss ist, wann geliefert werden kann. Dass die nächsten Heizkostenabrechnungen höher ausfallen werden, dürfte wohl den meisten Mietern bewusst sein. Aber über die Höhe der Nachzahlungen werden einige erschrecken. Die Folgen? Das Inkasso für die Heizkostenabrechnung wird aufwändiger. Teilzahlungen werden vermutlich unumgänglich für gewisse Mieter und die Abrechnungen werden genaustens unter die Lupe genommen, ob sich nicht doch noch etwas einsparen lässt oder die Verwaltung einen Fehler begangen hat. Hier ist es sinnvoll, wenn wir die Mieter rechtzeitig nicht nur auf die erhöhten Kosten aufmerksam machen, sondern auch aufzeigen, wo ein sinnvolles Sparpotential liegen könnte. In diesen Tagen hat der SVIT ein Merkblatt publiziert, welches sich um diese Thematik sehr gut befasst. Mittelfristig könnte die Situation auf dem Mietmarkt noch schwieriger werden. Einerseits wird sich der Zinsanstieg für die Fremdfinanzierungen auswirken (Referenzzinssatz) und anderseits ist nicht zu erwarten, dass alle Mieter eine bessere Kaufkraft aufweisen können. Diese zusätzliche Herausforderung gilt es beim Vermietungsprozess bereits jetzt zu berücksichtigen.

«Energiesparmassnahmen des Immobiliensektors»

→ svit / merkblatt

Auch im Bereich Stockwerkeigentum werden wir in der nächsten Zeit feststellen müssen, dass die Zahlungsmoral schwieriger wird und Sanierungen zunehmend teurer werden. Wichtig daher, dass wir möglichst frühzeitig geeignete Massnahmen treffen und alle Beteiligten sensibilisieren, um Verbrauch und Kosten in vernünftiger Weise im Griff zu haben und unsere gewohnten Ansprüche den derzeitigen Gegebenheiten anpassen. In unseren Fachkursen werden wir sowohl im Bereich Mietliegenschaften wie auch Stockwerkeigentum auf die einzelnen Sparpotentiale hinweisen. Die nächsten Webinare zu Stockwerkeigentumsthemen finden zwischen dem 31.08. und 2.9.22 statt.


→ Übersicht Weiterbildung




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